Bergbaugeschichte - Vogtländisches Bergbaumuseum Netzschkau

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Bergbaugeschichte

Das Museum

Die Geschichte des vogtländischen Bergbaus

 

Dr. Joachim Ottiger, Auerbach

Der Bergbau im Vogtland hat eine Jahrhunderte alte Tradition.

So wurde vom 14. bis zum 19. Jahrhundert an verschiedenen Orten Eisenerz abgebaut.
Zinnerz und Kupfererzgruben waren vor allem im 16. und 17. Jahrhundert sehr ergiebig. Auch Alaun wurde in dieser Zeit gewonnen. Noch heute stößt man überall im Vogtland auf Reste dieses Altbergbaus. Davon zeugen 3 Besucherbergwerke sehr anschaulich: Das Zinnbergwerk "Grube Tannenberg" am Schneckenstein, das Alaunbergwerk in Mühlwand und das Alaunbergwerk "Ewiges Leben" in Plauen. In der ersten Hälfte des      
20. Jahrhunderts baute man im Vogtland Kupfererz in Klingenthal Graslitz, Flussspat in Schönbrunn und Wiedersberg, Wolframerze in Tirpersdorf, Eich und Pechtelsgrün ab. Der Eisenerzbergbau im Netzschkauer Ortsteil Foschenroda endete 1899.

Nach dem 2. Weltkrieg 1945 gewann der Bergbau im Vogtland erneut an Bedeutung. Neben Flussspat in Schönbrunn, Bösenbrunn und Wiedersberg wurden Zinnerze in Gottesberg und der Grube Tannenberg gewonnen und auch aufbereitet. In Pechtelsgrün forcierte man den Abbau von Wolframit. In Brunndöbra erschloss man um 1960 ein Schwerspatvorkommen und beutete es bis 1990 aus.
Ein besonderes Kapitel vogtländischer Bergbaugeschichte bildete der Abbau von Uranerzen durch die "Wismut", der 1947/48 in Zobes und Bergen und wenig später in Gottesberg und Schneckenstein begann. Die "SAG/SDAG Wismut" entwickelte sich zum bedeutendsten und größten Arbeitgeber der Region in der Nachkriegszeit. Mitte der 50er Jahre beschäftigte sie in den Revieren Zobes Bergen, Gottesberg und Schneckenstein mehr als
6000 Mitarbeiter. Die Bergleute der Wismut brachten bis zur Einstellung des Uranerzabbaus im Vogtland 1964 mehr als 5800 t angereichertes Uranerz aus den Gruben heraus. Die 1946/47 sehr schwierigen Arbeitsbedingungen in allen vogtländischen Bergwerken verbesserten sich vor allem in den 50er Jahren bedeutend. Die bis 1990 noch arbeitenden Betriebe Flussspatwerk Schönbrunn und Schwerspatwerk Brunndöbra waren mit moderner Schachttechnik ausgerüstet.

 
 
 
 
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